Hey zusammen habe da mal eine Frage, für welche Zielgruppe ist eigentlich Haiku angedacht.
Werde immer wieder gefragt von Freunden, den ich berichte über dieses Betriebssystem.
Würde auch meine Freunde und Bekannte gerne das System näher bringen.
Meiner Meinung wird sich die Zielgruppe in Haikus Entwicklung erst noch herausstellen. Ich vermute es wird zumindest drei Phasen geben:
Bis zur R1
Hier sind vor allem Entwickler angesprochen, die Interesse haben bei der Entstehung eines neuen Betriebssystems und all seinen Facetten dabei zu sein. Anhand des sauberen Systemdesigns dürfte es leichter sein das Zusammenspiel einzelner Komponenten zu verstehen und folglich sich an der Entwicklung zu beteiligen.
Entwickler, die nicht primär an der Programmierung des OS selbst interessiert sind, sondern in Haiku eine Zukunft sehen mittels einer leicht zu erlernenden API eigene Anwendungen zu erstellen, können das bereits jetzt unter Haiku tun. So stabil läuft es schon.
Wahrscheinlich kommen viele von ihnen von BeOS oder Zeta.
Nicht-Programmierer sind zur Zeit wohl nur insoweit Zielgruppe, da auch nicht-Coder in Haiku eine Zukunft sehen und sich daher engagieren bei der Bug-Suche, Dokumentation, Fragen in Foren (oder Schwarzen Brettern :) ) beantworten und ähnliche "Fan-Boy" Tätigkeiten. Das ist natürlich wichtig und kommt auch irgendwie von selbst, weil Haiku ja nicht mit der R1 in ein Vakuum geboren wird.
Mit R1
Mit der R1 wird Haiku dann auch für Enduser interessanter. Es wird praktisch die gleichen Leute wie schon vorher BeOS anziehen: Ein schnelles und einfach zu bedienendes Desktop System, um Allerweltsdinge komfortabel erledigen zu können. Z.B. Websurfen (Problem: Flash), Email, Chat, Musik hören/verwalten, Videos schauen, Textverarbeitung, Photos einfach bearbeiten/verwalten etc.
Dabei könnte die evtl. weitere Verbreitung von Online Office Lösungen wie von Google helfen.
Was man nicht erwarten kann, sind Speziallösungen die etablierter Software anderer Plattformen Konkurrenz machen kann. Du wirst hier kein besseres Cinema4D Studio finden oder raffinierte Multitrack Audio oder Videoschnittsysteme. Auch moderne Spiele wird man wohl wegen der fehlenden 3D-Treiber erstmal vergeblich suchen.
Was man bekommen wird ist ein unaufdringliches System, dass einfach zu verstehen und zu warten ist und auch auf etwas älterer Hardware flott läuft.
ich möchte gerne wissen, ob es sich bei Haiku(R1) bzw. R2 um eine Mikrokernelarchitektur handelt bzw. handeln wird (vergleichbar z.B. zu Minix 3.0).
Die im Netz zu findenden Informationen sind diesbezüglich nicht eindeutig.
Auch ein Schichtmodell konnte ich bisher nirgends entdecken.
Wer kann mir Auskunft geben ?
Kannst das nächste mal auch gern einen eigenen Thread für ein neues Thema aufmachen. :)
Leider kann ich Dir auch keine Details zu Haiku's Kernel Architektur geben. Dazu fehlt mir einfach das technische Hintergrundwissen.
Alles was ich sagen kann, ist das Haiku's Kernel auf NewOS basiert und auf alle Fälle kein klassischer Mikrokernel ist. Wenn ich mich recht erinnere, haben viele Dinge (Netzwerk, Treiber etc.) einen kleinen (hoffentlich übersichtlichen und stabilen) Teil, der im Kernelspace läuft und den Hauptteil im Userspace. Außerdem wird viel als Modul zum Kernel ein- und bei nicht-Verwendung wieder entladen.
Alles Dinge, die nicht zu einem Mikrokernel Design passen. Andererseits läuft wie gesagt auch nicht alles in einem großen monolithischen Kernel.
Wenn ich vergangene Diskussionen richtig erinnere, bezeichnet man das gerne als modularer Kernel. Wobei das heutzutage wohl mehr oder weniger auf fast alle verbreiteten Kernel zutrifft (Linux, Windows).
Meiner Meinung wird sich die Zielgruppe in Haikus Entwicklung erst noch herausstellen. Ich vermute es wird zumindest drei Phasen geben:
Bis zur R1
Hier sind vor allem Entwickler angesprochen, die Interesse haben bei der Entstehung eines neuen Betriebssystems und all seinen Facetten dabei zu sein. Anhand des sauberen Systemdesigns dürfte es leichter sein das Zusammenspiel einzelner Komponenten zu verstehen und folglich sich an der Entwicklung zu beteiligen.
Entwickler, die nicht primär an der Programmierung des OS selbst interessiert sind, sondern in Haiku eine Zukunft sehen mittels einer leicht zu erlernenden API eigene Anwendungen zu erstellen, können das bereits jetzt unter Haiku tun. So stabil läuft es schon.
Wahrscheinlich kommen viele von ihnen von BeOS oder Zeta.
Nicht-Programmierer sind zur Zeit wohl nur insoweit Zielgruppe, da auch nicht-Coder in Haiku eine Zukunft sehen und sich daher engagieren bei der Bug-Suche, Dokumentation, Fragen in Foren (oder Schwarzen Brettern :) ) beantworten und ähnliche "Fan-Boy" Tätigkeiten. Das ist natürlich wichtig und kommt auch irgendwie von selbst, weil Haiku ja nicht mit der R1 in ein Vakuum geboren wird.
Mit R1
Mit der R1 wird Haiku dann auch für Enduser interessanter. Es wird praktisch die gleichen Leute wie schon vorher BeOS anziehen: Ein schnelles und einfach zu bedienendes Desktop System, um Allerweltsdinge komfortabel erledigen zu können. Z.B. Websurfen (Problem: Flash), Email, Chat, Musik hören/verwalten, Videos schauen, Textverarbeitung, Photos einfach bearbeiten/verwalten etc.
Dabei könnte die evtl. weitere Verbreitung von Online Office Lösungen wie von Google helfen.
Was man nicht erwarten kann, sind Speziallösungen die etablierter Software anderer Plattformen Konkurrenz machen kann. Du wirst hier kein besseres Cinema4D Studio finden oder raffinierte Multitrack Audio oder Videoschnittsysteme. Auch moderne Spiele wird man wohl wegen der fehlenden 3D-Treiber erstmal vergeblich suchen.
Was man bekommen wird ist ein unaufdringliches System, dass einfach zu verstehen und zu warten ist und auch auf etwas älterer Hardware flott läuft.
Nach R1
Hier sind alle Voraussagen vage. :)
Servus beisammen,
ich möchte gerne wissen, ob es sich bei Haiku(R1) bzw. R2 um eine Mikrokernelarchitektur handelt bzw. handeln wird (vergleichbar z.B. zu Minix 3.0).
Die im Netz zu findenden Informationen sind diesbezüglich nicht eindeutig.
Auch ein Schichtmodell konnte ich bisher nirgends entdecken.
Wer kann mir Auskunft geben ?
Gruss an die Gemeinschaft
Wobeigo
Hi wobeigo, Willkommen!
Kannst das nächste mal auch gern einen eigenen Thread für ein neues Thema aufmachen. :)
Leider kann ich Dir auch keine Details zu Haiku's Kernel Architektur geben. Dazu fehlt mir einfach das technische Hintergrundwissen.
Alles was ich sagen kann, ist das Haiku's Kernel auf NewOS basiert und auf alle Fälle kein klassischer Mikrokernel ist. Wenn ich mich recht erinnere, haben viele Dinge (Netzwerk, Treiber etc.) einen kleinen (hoffentlich übersichtlichen und stabilen) Teil, der im Kernelspace läuft und den Hauptteil im Userspace. Außerdem wird viel als Modul zum Kernel ein- und bei nicht-Verwendung wieder entladen.
Alles Dinge, die nicht zu einem Mikrokernel Design passen. Andererseits läuft wie gesagt auch nicht alles in einem großen monolithischen Kernel.
Wenn ich vergangene Diskussionen richtig erinnere, bezeichnet man das gerne als modularer Kernel. Wobei das heutzutage wohl mehr oder weniger auf fast alle verbreiteten Kernel zutrifft (Linux, Windows).
Wie gesagt, bin da kein Experte...
Servus Humdinger,
danke für die ausführliche Antwort. Damit kann ich was anfangen.
Gruss Wobeigo