Aktionen

Awards, Bounties, Spendenaktionen

"Hire-A-Dev" / WebKit Aktion trägt Früchte

Die Auftragsarbeit eines Entwicklers für einen gewissen Zeitraum und die dafür notwendige Spendenaktion sind ziemlich erfolgreich. In der Woche seit dem Aufruf ist das Spendenaufkommen stark angestiegen: etwa $1.200 (nach letzten Zählungen über $1.600) konnten eingenommen werden und es fanden sich auch einige, die ab jetzt monatlich einen kleinen Betrag spenden wollen.
Vielen Dank an alle, die etwas Geld locker machen konnten!

Da auch zukünftig solche Aufträge erteilt werden sollen, ist es für eine Spende übrigens nie zu spät. Wer also noch nicht dazu kam und noch an der Aktion teilhaben will, kann weiter über PayPal spenden.

Stephan Aßmus' Auftragsarbeit selbst, die (Weiter)Entwicklung von WebKit und nativen Browser, ist sogar noch erfolgreicher. In nur knappen zwei Wochen ist ein funktionsfähiger Browser entstanden: WebPositiv, als Nachfolger des simplen BeOS Browsers NetPositiv.

Stippi listet die Fortschritte seit dem ersten Blog Posting:

  • Große WebKit API Säuberung (BWebView, BWebPage, etc).
  • Bugfixe für Abstürze etc. beim Download.
  • Bugfixe für div. Abstürze.
  • Bugfixe beim Rendern von transparentem Text.
  • Stark verbesserte Desktop Integration.
  • Viel effizienteres Rendern.
  • Verbesserter Umgang mit WebCore um noch mehr Websites darstellen zu können.
  • Einführung eines Stop-Buttons.
  • Bugfix fürs Mausrad (Michael Lotz).
  • Bugfix um Tastatureingaben an den richtigen Frame zu senden (Michael Lotz).
  • Komplett neu geschriebenes Tab Management.
  • Darstellung von Favicons.
  • Noch mehr Tastaturkürzel und einige Mausaktionen (teilweise von Ryan Leavengood).
  • Neu geschriebene Timer-Implementation führte zu viel geringeren Redraw-Verzögerungen.
  • Auto-Vervollständigung im URL Feld (benutzt Oliver Tappes Spitzencode aus Beam).
  • Flüssiges Scrollen, da nicht mehr der ganze Frame bei jeder Bewegung neu gezeichnet wird.

Zwar fehlen noch einige wichtige Features wie Bookmarks, Kontextmenüs und Management von Cookies und Einstellungen, aber das Websurfen selbst funktioniert schon sehr gut, recht stabil und vor allem sehr schnell. Auch die Startzeit von unter einer Sekunde ist eine Wohltat verglichen mit dem BeZillaBrowser.

Die Entwicklung lässt sich in der "Timeline" auf der Haiku WebKit Port Seite verfolgen (die übrigens unter Haiku auf einem Rechner von Michael Lotz läuft). Dort gibt es auch "Nightly Builds" zum Testen.
Weiterhin kann man sich in Stippis Blog über die rasanten Fortschritte informieren. Hier verlinkt Stippi auch immer aktuelle Web+ Builds, die u.U. stabilere Snapshots sind, als die Nightlies.

Haiku Inc. stellt ein!

Um die Entwicklung von Haiku zu beschleunigen, möchte Haiku Inc. in Zukunft versuchen öfters mal einen Entwickler für einige Wochen Vollzeitarbeit anzuheuern. Dies bietet die Möglichkeit, sich für einige Zeit fest auf ein bestimmtes Gebiet zu konzentrieren, da man nicht auf die wenigen Stunden täglich beschränkt wird, die einem seine berufliche Arbeit lässt.

Der erste Teilnehmer an diesem Programm ist Stephan Aßmus, der für 160 Stunden an Haiku arbeiten wird.
Er hat schon in den letzten Wochen am WebKit Port und dem darauf aufsetzenden Browserprojekt "HaikuLauncher" (beides Baustellen von Ryan Leavengood und Maxime Simon) gearbeitet. Seine Auftragsarbeit wird sich ebenfalls auf dieses Gebiet konzentrieren.

Natürlich kann das durch Spenden finanzierte Programm keine marktüblichen Preise zahlen. Es versucht nur die Ausfälle ein wenig auszugleichen, um die sonst nicht für die Haiku-Entwicklung verfügbare Zeit zu kaufen.

Damit auch in Zukunft Entwickler an diesem Programm teilnehmen können, bedarf es in erster Linie Spenden. Neben Einmalspenden, findet sich auf Haikus Spendenseite auch die Möglichkeit zu kleinen monatlichen Spenden.

Wer selber gern an diesem Programm mitmachen möchte sollte sich mit seinem Angebot an info@haiku-os.org oder haiku-inc@freelists.org wenden. Wichtig dabei:

  • Länge der Auftragsarbeit
  • Stundensatz in US-Dollar
  • genaue Beschreibung des Projekts

Einzige Einschränkung für Bewerber: Man muss bereits Schreibzugriff auf Haikus SVN Repository besitzen. Dadurch ist sichergestellt, dass es sich um einen Entwickler handelt, der mit Haiku und seiner Entwicklerstruktur vertraut ist und die Zeit optimal genutzt werden kann.

15. Thank You Award für Colin Günther

Der 15. Thank You Award geht an Colin Günther für seine kontinuierliche Arbeit an Haikus WLAN Stack. Herzlichen Glückwunsch, Colin, und vielen Dank auch an alle anderen Kandidaten, die diesmal leer ausgingen.
An dieser Stelle sei auch noch mal auf die WLAN Verschlüsselungs-Bounty hingewiesen, die helfen könnte dieses wichtige Feature für den Alltagseinsatz schneller zu verwirklichen.

UPDATE:
...und jetzt ist auch schon das Mini-Interview mit Colin online:

  1. Wie alt bist Du und womit verdienst Du Dein Geld?
    Ich bin 27 und habe eine super Familie, die mich unterstützt damit ich mich voll aufs Studium konzentrieren kann.

  2. In der Nominierung heißt es, Du hättest Haiku Wifi-Unterstützung gebracht. Wie schwer (oder einfach) war das?
    Schwer, würde ich sagen. Um den FreeBSD Wifi Stack zu portieren, musste ich mehrere Systeme wirklich verstehen. Wie das FreeBSD Netzwerk Subsystem funktioniert und wie Haikus vorhandene Kompatibilätsschicht das Verhalten seines Vorbilds emuliert. Außerdem musste ich die Funktionsweise des FreeBSD Wifi Stacks verstehen und wie dieser mit seinem Subsystem zusammenspielt. Und natürlich musste ich mir Haikus Netzwerk Subsystem ebenfalls einverleiben.
    Und schließlich waren da auch noch die 1000 Seiten des IEEE Std 802.11 Dokuments, in dem ich mich zurecht finden musste, um die benötigten Informationen zu finden. Sprich, ich musste es von vorn bis hinten durchlesen.

14. Thank You Award an Qt4 Team

Der 14. TYA geht an das Team vom Qt4 Port, Evgeny Abdraimov, Anton Sokolov und Gerasim Troeglazov.
Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank auch die anderen Kandidaten!

Da der TYA-Spendentopf wieder mal beinahe leer ist, konnten fast nicht jedem der drei Gewinner ein Shirt geschickt werden. Einige Spenden in letzter Minute konnten diese Schmach noch verhindern. Allerdings soll durch eine sichtbarere Spendenaktion demnächst zumindest die ca. $225 für die 6 Awards in 2010 gesichert werden. Natürlich kann man auch jetzt schon spenden...

14. Thank You Award - Abstimmung

Wer noch Kandidaten für den 14. Thank You Award hat, muss sie schnell bei Haikuware melden, die Abstimmung beginnt am 27.11.2009.

Dies sind die Kandidaten soweit:

  • Jérôme Duval - Weil er sich auch um das Einspielen von Patches anderer Entwickler kümmert und elementare Komponenten wie bash, coreutils, libpng, wget etc. auf Stand hält.

  • Jonas Sundström - Arbeitet immer wieder an vielen Details von Haiku, in den letzten Wochen vor allem Backgrounds, Zip-O-Matic, Workspaces und Deskbar Preferences.

  • Scott McCreary - Für seine Arbeit an HaikuPorts, insbesondere hat er viele der Optional Packages neu gebaut, die für die Alpha1/R1 benötigt wurden.

  • Vincent Duvert - Für die Entwicklung des tollen Übersetzungstools für den User Guide.

  • Evgeny Abdraimov, Anton Sokolov, Gerasim Troeglazov - Für ihre Arbeit an dem multiplatform Framework Qt4 für Haiku.

13. Thank You Award geht an Rudolf Cornelissen

Rudolf Cornelissen konnte sich knapp vor Colin Günther den 13. Thank You Award sichern. Er wird damit für seine engagierte Arbeit am nVidia Treiber ausgezeichnet, den er durch beharrliches Lösen diverser Bugreports immer weiter verbessern konnte.
Herzlichen Dank an Rudolf und alle anderen, die den Preis nicht weniger verdient hätten!

Update:
Jetzt ist auch das Mini-Interview mit Rudolph Cornelissen online.

  1. Wie alt bist Du und womit verdienst Du Dein Geld?
    Ich bin 43 und arbeite als Elektroniker und Software Entwickler in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung einer ansässigen Firma. Wir bauen und warten Mess- und Kontrollgeräte wie Gas-Chromatographen, Laser-Foto-Akustik Messgeräte und Steuereinheiten für Gewächshäuser. Die Elektronik und Firmware dieser Systeme sind größtenteils von mir entwickelt.

  2. In der Nominierung heißt es, Du hättest hart an einem Spitzentreiber für nVidia Karten gearbeitet. Wie schwer (oder einfach) war das?
    Der Treiber hat mehrere Jahre meine volle Aufmerksamkeit und ganze Arbeit erfordert. Ich weiß, das erscheint viel für so eine simple Sache. Viele haben damals gesagt, es sei eine (beinahe) unlösbare Aufgabe. Aus gutem Grund, wie ich jetzt weiß.

  3. Was würde Dir die Arbeit an Haiku erleichtern?
    Ich würde mir wünschen, dass I/O Scheduler und Treiber (physisch/virtuelle Speicherschnittstelle) soweit fertig gestellt werden, dass eine anständige Übertragungsrate erzielt wird. Momentan reizen Festplatten und USB-Sticks die Möglichkeiten der Hardware bei weitem nicht aus. Ich würde zu gerne mit Haiku auf einem USB-Stick entwickeln anstatt von Festplatte. Dann könnte ich bei jedem Rechner einfach den Stick anstecken und am nVidia Treiber in meiner gewohnten Entwicklungsumgebung feilen. Das würde mir viel Zeit und Arbeit sparen.

    Andere Wünsche: Java (endlich!) und Open Office.

  4. Welches interessante Buch, Band, Podcast, Website, Magazin, Film, Serie etc. würdest Du gern empfehlen?
    Ich steh auf Science Fiction, besonders wenn es um Zeit-Paradoxa geht. Meine Lieblingsserie war für lange Zeit StarGate, davor StarTrek the Next Generation. Musik mag ich auch gern, vor allem Sängerinnen. Dido kann ich z.B. empfehlen, sie hat auch eine sehr gute Live DVD (live at Brixton Academy). Und die Corrs (super: die unplugged DVD). Die Blue Man Group ist aber auch phantastisch. :-)

Abstimmung zum 13. Thank You Award

Bei Haikuware läuft gerade die Abstimmung zum 13. Thank You Award. Ganz nebenbei jährt sich dieser Award nun schon zum zweiten Mal!

Die Kandidaten sind diesmal:

  • Jorge Mare (koki) - für die schöne neue Haiku-os.org Webseite
  • Colin Günther - für seine Arbeit an Wifi für Haiku
  • Niels Reedijk - für seine Arbeit an Trac (dev.haiku-os.org)
  • Jonas Sundström - für die vielen kleinen und nicht so kleinen Dinge, die Haikus Anwenderfreunlichkeit erhöhen, und sein Engagement für ArmyKnife, ein essentielles Tool.
  • Rudolf Cornelissen: - für seinen nVidia Treiber ohne welchen ich (und bestimmt noch viele andere mehr) nicht so schön unter Haiku arbeiten könnten.
  • Oliver Tappe - für seine Arbeit an baron.haiku-os.org (der neue dedizierte Haiku Server?)

Ergebnisse vom 2009er Summer of Code

Matt Madia hat die Ergebnisse vom Google Summer of Code und dem Haiku Code Drive 2009 vorgestellt. Das dritte Jahr dieser Aktionen war noch erfolgreicher, als das Jahr zuvor. Fünf der sechs GSoC Studenten und einer der beiden HCD Studenten haben ihr Projekt erfolgreich zuende gebracht. Adrien Destugues und Bryce Groff haben sich sogar direkten Schreibzugriff in Haikus Code erarbeitet, und Maxime Simon hat sich dieses Privileg beim WebKit Projekt verdient.

Im Originalartikel werden nochmal detailliert alle Projekte und ihr momentaner Stand aufgeführt. Hier nur in Kürze die Stundenten und ihre Mentoren:

  • GSoC: Lokalisierungs-Unterstützung
    Student: Adrien Destugues ("PulkoMandy" Blog)
    Mentor: Oliver Tappe

  • GSoC: Portierung auf die ARM Architektur
    Student: Johannes Wischert ("pfoetchen" Blog)
    Mentor: Francois Revol

  • GSoC: Update von DriveSetup/Disk_Device
    Student: Bryce Groff ("bebop" Blog)
    Mentor: Ingo Weinhold

  • GSoC: Integration von WebKit in einen Haiku Browser
    Student: Maxime Simon (Maxime Simon Blog)
    Mentor: Ryan Leavengood

  • GSoC: Implementierung von ZeroConf Unterstützung mit mDNSResponder
    Student: Jie Ma (Ma Jie Blog)
    Mentor: Axel Dörfler

  • HCD: Volltext-Indizierung und Suchwerkzeug
    Student: Ankur Sethi ("AntiRush" Blog)
    Mentor: Rene Gollent

Obaro Ogbo, der unter Bruno Albuquerque einen CIFS Client implementieren wollte, scheiterte leider, weil er während der überwiegenden GSoC-Zeit keine Internetverbindung hatte.
Raghu Nagireddy wollte unter Stephan Aßmus den Datenaustausch mit andern Betriebssystemen verbessern, indem er als HCD-Student eine BFS FUSE Implementierung entwickelt. Das Projekt wurde leider nicht abgeschlossen, so dass sich von dieser Arbeit nur Teile im Haiku Code Repository befinden.

An alle Studenten und deren Mentoren herzlichen Dank! Hoffentlich wird der GSoC/HCD 2010 genauso erfolgreich!

12. Thank You Award für François Revol

Herzlichen Glückwunsch an François Revol, Gewinner des 12. Thank You Award!

Mit der Auszeichnung werden seine Verdienste bei der Verbreitung von Haiku gewürdigt, insbesondere durch seine Vorträge auf Veranstaltungen, wie zuletzt dem 10. RMLL in Nantes. Ein Mini-Interview wird folgen, sobald François sein Gewinner-T-Shirt erhalten hat.

12. Thank You Award

Die Wahl zum 12. Thank You Award läuft. Durch eine saublöde Formulierung in der Benachrichtigungsmail, die vor jeder Abstimmung an alle Kandidaten geschickt wird, ist es - wie anscheinend auch schon in der Vergangenheit - dazu gekommen, dass ursprünglich vorgesehene Kandidaten doch nicht aufgestellt wurden. Das TYA Team hat auf Antwort gewartet, ob jemand seine Kandiadtur auch annimmt, während in der Mail stand, man möge sich melden, wenn man nicht nominiert werden möchte. Es wurde also auf Antwort gewartet, die dann nie kam...
Mist! Kann sein, dass zur Wiedergutmachung dieses Unvermögens beim nächsten TYA auch einige der so unfreiwillig rausgeflogenen nochmals nominiert werden.

Als Folge stehen diesmal leider nur zwei Kandidaten zur Wahl:

  • Philippe Saint-Pierre - Philippe wurde erst kürzlich im Haiku Projekt aktiv tätig und hat schon eine Menge Bugs und Verbesserungsvorschläge aus dem Bugtracker abgearbeitet. Er hat sich auch als Haiku's Alpha Coordinator gemeldet, und obwohl man noch nicht weiß wie das so laufen wird, sei ihm dafür trotzdem schon mal gedankt.

  • François Revol - François hat wieder Haikus Stand auf der RMLL Konferenz organisiert und damit, sowie mit seinen Vorträgen zu Haiku allgemein und seiner Mitarbeit am ARM Port, Haiku anderen Anhängern freier Software näher gebracht.

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