Haiku
Alles rund um Haiku, Statusberichte, neue Komponenten
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Verfasst von Humdinger am Mi, 14.07.2010 - 16:52
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Wieder mal werden die Spenden an Haiku Inc. sinnvoll eingesetzt um einem Entwickler einige Wochen Vollzeitarbeit an Haiku zu ermöglichen.
Axel Dörfler, einer der durchgehend produktivsten Core-Developer seit das Projekt als OpenBeOS formierte, wurde für 120 Stunden engagiert. Axel begnügt sich zwar mit dem äußerst bescheidenen Stundensatz von gerade mal $14, dennoch wären zusätzliche Spenden willkommen, um auch in Zukunft solche Aktionen durchziehen zu können.
Axels Aufgaben fokussieren sich auf die Netzwerk-Infrastruktur:
- Internet Control Message Protocol (ICMP)
- WPA/WPA2 Verschlüsselung
- WLAN GUI Konfigurationspanel
- Updaten und verbessern der FreeBSD Treiber
- Netzwerkkarten testen, die Axel von einigen Leuten gespendet wurden
- Optimierungen
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Verfasst von Humdinger am Di, 15.06.2010 - 18:58
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Die 7 Google Summer of Code Studenten kommen so langsam in die Gänge (einige werden noch etwas ausgebremst durch letzte Examen vor der Semesterpause) und berichten auf ihren Blogs über ihre Arbeit. Die Inhalte sind natürlich oft sehr technisch, aber wer über die Fortschritte auf dem Laufenden sein möchte, sollte öfters mal dort vorbeischauen. Die Studenten sind angehalten zumindest alle zwei Wochen über ihren Status zu berichten.
Hier nochmal alle GSoC Teilnehmer mit Links zu ihren Blogs:
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Atis Elsts - Blog
Mentor: Alexander von Gluck IV
Projekt: IPv6 Implementierung
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Janito Vaqueiro Ferreira Filho - Blog
Mentor: Jérôme Duval
Projekt: ext3 Dateisystem Implementierung
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Lucian Adrian Grijincu - Blog
Mentor: Niels Sascha Reedijk
Projekt: lkl-haiku-fsd: generischer Haiku Dateisystem Treiber für alle von Linux unterstützten Dataisysteme
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Christopher Humphries - Blog
Mentor: David McPaul
Projekt: Verbesserungen und Erweiterungen für den Media Player
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Christophe Huriaux - Blog
Mentor: Stephan Assmus
Projekt: Implementierung der Grundlagen eines Services Kit
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Nathan Mentley - Blog
Mentor: Michael Lotz
Projekt: Haiku x86_64 Port
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Alex Wilson - Blog
Mentor: Adrien Destugues
Projekt: Perfektionierung der Layout API
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Verfasst von Humdinger am Sa, 05.06.2010 - 16:24
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Kürzlich hat Matt Madia mal die Fortschritte bei Haiku Inc. seit dem letzten Jahr aus seiner Sicht aufgezählt.
Haiku Inc. ist die non-profit Organisation (NPO), die Spenden einnimmt und für Dinge ausschüttet, die der Entwicklung und Verbreitung von Haiku zugute kommen. So wurden und werden einige der Entwickler für einen bestimmten Zeitraum angeheuert, um an bestimmten Baustellen gezielt zu arbeiten. Der native Browser WebPositive ist ein gutes Beispiel für so eine Aktion.
Daneben achtet Haiku Inc. auf die Einhaltung des geschützten Logos und Namen "Haiku". Denn obwohl der Sourcecode unter der BSD/MIT Lizenz absolut frei verfügbar ist, möchte man dass unter "Haiku" nur kompatible Distributionen vertrieben werden können, die den hohen Ansprüchen des Haiku Projekts genügen.
Neben administrativen Fortschritten wie formellen Meetings einer offiziellen Mailingliste, einem Board of Directors und diversen genehmigten Anträgen die für NPOs vorgeschrieben sind, tat sich auch auf der finanziellen Verwaltungsseite etwas. Neue Konten wurden eingerichtet und Haikus Spendensystem wurde etwas erweitert: es werden nun auch Google Checkouts und Amazon Payments akzeptiert und, für viele Europäer interessant, per PayPal kann nun auch in Euro gespendet werden, was Wechselkursschwankungen und Gebühren spart.
Diese neuen Möglichkeiten spiegeln sich in der etwas aufgebohrten Spendeseite wider.
Erstmals wurde ein Jahresbudget aufgestellt, der Finanzreport von 2008 (PDF, 48KiB) konnte endlich fertig gestellt werden und es wurde eine Spendenaktion für 2010 durchgeführt. Nicht zuletzt dadurch konnten etwa 8.000$ für insgesamt 800 Entwickler-Stunden ausgegeben werden und ein neuer Hosting Service für die Server finanziert werden.
Einige offene Punkte sind auch gerade noch in der Bearbeitung: der Finanzreport für 2009, SSL Zertifizierung, Steuerangelegenheiten, eine Satzung und die Vollendung der Trademark-Registrierung.
Matt Madia war zwar nicht der einzige, der sich um diese eher undankbaren Verwaltungsaufgaben gekümmert hat, aber er war in letzter Zeit die treibende Kraft und ihm gebührt daher auf alle Fälle großer Dank!
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Verfasst von Humdinger am Mo, 10.05.2010 - 16:03
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Nach fast 8 Monaten wurde heute eine weitere offizielle Alpha-Version von Haiku veröffentlicht! Die zweite Alpha soll Entwicklern eine noch stabilere und Feature-reiche Plattform bieten, um an ihren Projekten zu arbeiten und natürlich profitieren davon auch alle Endanwender.
Zur Installation steht Haiku R1 Alpha 2 in verschiedenen Formaten zum Download bereit. Als klassisches ISO zum Brennen auf CD, als VM- Image zum Betrieb in virtuellen Maschinen wie VMWare oder VirtualBox und als Anyboot-Image. Das Anyboot-Image kann auf CD gebrannt oder auf einen USB-Stick (mittels dd) geschrieben werden.
Die zweite Alpha hat neben einer Menge Bugfixe einige neue Features, aber auch noch ein paar bekannte Probleme. In den Release Notes wird alles aufgezählt:
Neue Features
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WebPositive ist der sich in Entwicklung befindliche auf WebKit basierende Browser.
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WLAN-Unterstützung mittels FreeBSD 8 Kompatibilitätsschicht. Firmware, die aus Lizenzgründen nicht mitgeliefert werden darf, kann mit dem install-wifi-firmwares.sh Skript installiert werden. Das experimentelle setwep erlaubt WEP-Verschlüsselung.
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Message Signaled Interrupts (MSI) als Zwischenlösung für richtiges IRQ-Routing.
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Es wurde ein Bug im Netzwerk Code beseitigt, der dazu führen konnte, dass Webseiten nicht komplett geladen wurden.
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Partitioniert man eine Platte, wird von DriveSetup ein kleiner Bootloader in den Master Boot Record (MBR) geschrieben, der die aktive Partition startet.
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Das LocaleKit dient zur Internationalisierung von Programmen.
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Übersetzungen vom User Guide und anderer Dokumentation.
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Weniger Locking führt zu verbesserten Compile-Zeiten.
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Verbesserungen im Kernel und Virtual Memory System.
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Verbesserte Schriftdarstellung durch 'Hinting' in FreeType.
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Updates für mitgelieferte Softwarepakete, v.a. bash 2.x -> 4.x.
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Mit dem Skript installoptionalpackage lassen sich die meisten Haiku Optional Packages nachinstallieren; eine Zwischenlösung bis zum richtigen Paketmanager auf PackageFS-Basis.
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Stark verbesserte USB-Massenspeicher Performance durch eine bessere Page-Mapping-Strategie.
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ACPI ist standardmäßig aktiviert.
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Bessere HDA Sound-Unterstützung bei Nvidia Chipsätzen.
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Funktionierendes UDF Dateisystem.
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Weiter verbesserte POSIX Kompatibilität.
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API/ABI Änderungen:
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BJoystick - Fix für BeOS Kompatibilität
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GCC 4 ABI Änderungen wodurch Anwendungen ggf. neu kompiliert werden müssen
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Einführung der Versionierung von Bibliotheken
Haiku GCC4 kann nun direkt unter einem 64bit Linux kompiliert werden. GCC2 benötigt immer noch linux32.
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Neuer Imagetyp 'anyboot' kann direkt wie ein ISO auf CD gebrannt oder auf ein USB Gerät geschrieben werden. Einige Brennsoftware, die 'intelligent' sein möchte produziert u.U. nicht funktionierende CDs.
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Haikus Internet Infrastruktur wurde Dank vieler Spender aufgebohrt.
Fehlende Features
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Für WLAN wird noch keine WPA Verschlüsselung unterstützt, nur WEP.
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Es gibt noch kein Paket-Management.
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Der Haiku Boot Manager (bootman) unterstützt nur Systeme mit nur einer Festplatte.
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USB Tastaturen an OHCI oder USB 2.0 Hubs funktionieren nicht im Kernel Debugging Land (KDL). Dazu müssen sie müssen an UHCI Ports hängen. Wenn der Kernel Debugger durch eine 'Panic' aufgerufen wird, kann es passieren, dass die Tastatur nicht funktioniert. Das kann umgangen werden, indem man das KDL eigenständig einmal betritt und wieder verlässt.
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Es existiert noch kein Font-Overlay. Wählt man bei der Installation eine Sprache mit Schriftzeichen aus, die der Standardfont nicht unterstützt (z.B. Japanisch), wird deshalb der lokalisierte Text unlesbar. Die Installation führt man in diesem Fall momentan am besten auf Englisch durch.
Bekannte Probleme
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LiveCD und Performance beim ersten Hochfahren: Direkt nach der Installation bzw. wenn man die LiveCD benutzt, laufen anfangs einige Hintergrundprozesse, die solange sie ausgeführt werden das System ausbremsen. Bei beschreibbaren Medien findet das nur einmal statt, gerade bei den langsamen CDs aber bei jedem Booten.
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Die Schriftdarstellung konnte wegen dem ausgelaufenen Softwarepatent zum 'Hinting' bereits verbessert werden. Anderer noch patentierter Code, insbesondere das Subpixel-Rendering, ist weiterhin deaktiviert bis die Rechtslage klarer ist.
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Haikus ACPI Unterstützung kann bei mancher Hardware Probleme machen. ACPI kann im Menü "Safe Mode Options" vom Boot Loader deaktiviert werden.
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Während es die IRQ-Routing Situation verbessert, kann es durch das erst kürzlich eingeführte MSI zu Problemen bei mancher Hardware kommen.
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Kopiert man viele Daten von schnellen auf langsamere Medien (z.B. auf USB-Sticks), kann das System anfangen Speicher auszulagern.
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Es wurde berichtet, dass der Haiku Boot Loader bei mancher Hardware hängt.
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Die begonnene Lokalisierung ist noch ziemlich experimentell. Einige Programme sind nur teilweise übersetzt und es kann zu Problemen mit langen Zeichenketten in den Übersetzungen kommen. Die Locale Preferences funktionieren noch nicht allzu gut.
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Im Sprachmenü vom User Guide erscheint statt der ukrainischen die britische Flagge.
Source Code
Der Source Code von Haiku, den Buildtools und den Optional Packages (sofern open-source) gibt es als Download.
Bug Berichte
Haikus Bugtracker zählt momentan über 1500 offene und mehr als 4000 erledigte Tickets. Wer einen Bug melden möchte, sollte zuerst suchen ob es dazu nicht schon einen Bericht gibt, und ansonsten ein neues Ticket eröffnen.
Weitere Infos gibt es auf der Welcome Seite, die auch auf dem Desktop verlinkt ist, und auf der Haiku Webseite.
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Verfasst von Humdinger am Di, 30.03.2010 - 16:28
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TuneTracker Systems, bietet z.Zt. noch auf BeOS basierte Lösungen zur professionellen Radio Automation an, bis Haiku dafür produktiv eingesetzt werden kann. Für deren neueste ControlCenter Hardware kommt ein Touchscreen und ein 8 bzw. 16 Kanal Audioswitcher zum Einsatz. Damit das parallel betrieben werden kann, kommt eine PCI Erweiterungskarte für serielle Ports (Modell Manhatten) zum Einsatz. Den Treiber dafür hat François Revol als Auftragsarbeit geschrieben.
Wie TuneTracker Chef Dane Scott mitteilt, wurde der Sourcecode dafür jetzt dem Haiku Projekt gespendet. DIe BeOS Version gibt es zum Download bei Haikuware.
Hoffentlich ist TuneTracker auch weiterhin profitabel, um solche Kooperationen auch in der Zukunft zu ermöglichen. Gerade in Sachen Treiber könnte ich mir vorstellen, dass ähnliche kleine Auftragsarbeiten allen Haiku Usern zugute kommen. Kommerzielle Projekte wie TuneTracker können ihre Features erweitern und der Privatmann profitiert von der größeren Hardwareunterstützung. Serielle Erweiterungskarten sind vielleicht nicht gerade weit verbreitet, aber wer weiß, vielleicht fällt ja mal ein Audio Treiber ab oder die Features eines bestehenden können erweitert werden.
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Verfasst von Humdinger am Di, 23.03.2010 - 17:27
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Früher war der Haiku Code Drive (HCD) sowas wie ein kleiner "Google Summer of Code", bei dem die vielversprechendsten Projekte, die es leider nicht in den GSoC geschafft hatten, bei etwas geringerer Bezahlung von Haiku Inc. vergeben wurden. Sieht man sich die Ergebnisse an, muss man allerdings sagen, dass das Ganze verglichen mit den eingesetzten Mitteln nicht besonders effektiv war.
Gemessen am finanziellen Aufwand scheinen Auftragsarbeiten für etablierte Haiku Entwickler um einiges vielversprechender, wie die WebKit/WebPositive Arbeit von Stephan Aßmus eindrucksvoll belegt. Deshalb soll der HCD in Zukunft nach eben diesem Modell vergeben werden.
Zur Zeit stehen Haiku Inc. ca. $10.000 zur Verfügung. $5.000 sind schon für die laufenden Kosten (Server, Zuschüsse für Konferenzen etc.) im nächsten Jahr reserviert. Mit dem Rest werden zwei Entwickler beauftragt:
- Stephan Aßmus kann seine Arbeit an Web+ für weitere 160 Stunden fortführen.
- Adrien Destugues, letztjähriger GSoC Student, wird sein damaliges LocaleKit Projekt innerhalb von zwei Monaten weiter voran bringen.
Obwohl die Mittel für weitere Auftragsarbeiten momentan (noch) nicht vorhanden sind, werden Bewerbungen für konkrete Projekte immer gern angenommen. Interessenten melden sich bitte bei info@haiku-os.org oder haiku-inc@freelists.org.
Um diese Art Auftragsarbeit weiterhin vergeben zu können, ist Haiku Inc. auf Spenden angewiesen. So ein "Haiku Code Drive" ist also immer auch ein "Donation Drive". Seit neuestem können Spenden auch in Euro angenommen werden, die erst falls nötig zu US-Dollar umgerechnet werden, um Wechselkursverluste zu minimieren. Neben Einmalspenden kann man auch monatlich einen kleinen Beitrag in Euro leisten. Und natürlich gibt es auch die R1/alpha1 CD, von deren Erlös ein Großteil an Haiku Inc. fließt, und auch durch den Kauf von T-Shirts, Tassen und sonstigen Tinnef aus dem CafePress Shop, kann man das Projekt unterstützen.
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Verfasst von Humdinger am Mo, 08.03.2010 - 14:46
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Im Rahmen seiner Web+ Arbeit hat sich Stephan Aßmus einem Gebiet angenommen, dass seit frühesten BeOS Zeiten unangetasted blieb: der Mauszeiger. Seit ewigen Zeiten war das eine klitzekleine Bitmap Grafik, die in Auflösung und Farbtiefe beschränkt war.
Stippi hat sich jetzt hingesetzt und nicht nur den Standard-Zeiger als Vektorgrafik im Icon-O-Matic Format designt, sondern auch eine ganze Reihe anderer Zeiger, die Feedback über den momentanen Zustand bzw. Hinweise zu Aktionen geben, wenn man mit der Maus über einem Objekt schwebt.
Die sind wohl in erster Linie für Web+ gedacht, aber über kurz oder lang werden noch weitere Cursorformen dazukommen und in ganz Haiku Einzug halten.
Neben dem weniger pixeligen Look und der größeren Freiheit in der Farbgestaltung, hat das Vektorformat den zusätzlichen Vorteil, dass sich die Zeiger auch schön skalieren lassen. Man kann sich sogar Effekte vorstellen, wie rhythmisches vergrößern/verkleinern...
Wie sehen die Dinger denn nun aus?
Das war der alte Zeiger: 
Und das ist der neue: 
Hier eine Übersicht aller zur Zeit verfügbaren Cursor:

Sehr hübsch! Aber immer noch keine Sanduhr dabei... :)
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Verfasst von Humdinger am Fr, 05.03.2010 - 10:55
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Die Auftragsarbeit eines Entwicklers für einen gewissen Zeitraum und die dafür notwendige Spendenaktion sind ziemlich erfolgreich. In der Woche seit dem Aufruf ist das Spendenaufkommen stark angestiegen: etwa $1.200 (nach letzten Zählungen über $1.600) konnten eingenommen werden und es fanden sich auch einige, die ab jetzt monatlich einen kleinen Betrag spenden wollen.
Vielen Dank an alle, die etwas Geld locker machen konnten!
Da auch zukünftig solche Aufträge erteilt werden sollen, ist es für eine Spende übrigens nie zu spät. Wer also noch nicht dazu kam und noch an der Aktion teilhaben will, kann weiter über PayPal spenden.
Stephan Aßmus' Auftragsarbeit selbst, die (Weiter)Entwicklung von WebKit und nativen Browser, ist sogar noch erfolgreicher. In nur knappen zwei Wochen ist ein funktionsfähiger Browser entstanden: WebPositiv, als Nachfolger des simplen BeOS Browsers NetPositiv.
Stippi listet die Fortschritte seit dem ersten Blog Posting:
- Große WebKit API Säuberung (BWebView, BWebPage, etc).
- Bugfixe für Abstürze etc. beim Download.
- Bugfixe für div. Abstürze.
- Bugfixe beim Rendern von transparentem Text.
- Stark verbesserte Desktop Integration.
- Viel effizienteres Rendern.
- Verbesserter Umgang mit WebCore um noch mehr Websites darstellen zu können.
- Einführung eines Stop-Buttons.
- Bugfix fürs Mausrad (Michael Lotz).
- Bugfix um Tastatureingaben an den richtigen Frame zu senden (Michael Lotz).
- Komplett neu geschriebenes Tab Management.
- Darstellung von Favicons.
- Noch mehr Tastaturkürzel und einige Mausaktionen (teilweise von Ryan Leavengood).
- Neu geschriebene Timer-Implementation führte zu viel geringeren Redraw-Verzögerungen.
- Auto-Vervollständigung im URL Feld (benutzt Oliver Tappes Spitzencode aus Beam).
- Flüssiges Scrollen, da nicht mehr der ganze Frame bei jeder Bewegung neu gezeichnet wird.
Zwar fehlen noch einige wichtige Features wie Bookmarks, Kontextmenüs und Management von Cookies und Einstellungen, aber das Websurfen selbst funktioniert schon sehr gut, recht stabil und vor allem sehr schnell. Auch die Startzeit von unter einer Sekunde ist eine Wohltat verglichen mit dem BeZillaBrowser.
Die Entwicklung lässt sich in der "Timeline" auf der Haiku WebKit Port Seite verfolgen (die übrigens unter Haiku auf einem Rechner von Michael Lotz läuft). Dort gibt es auch "Nightly Builds" zum Testen.
Weiterhin kann man sich in Stippis Blog über die rasanten Fortschritte informieren. Hier verlinkt Stippi auch immer aktuelle Web+ Builds, die u.U. stabilere Snapshots sind, als die Nightlies.
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Verfasst von Humdinger am So, 21.02.2010 - 18:20
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Um die Entwicklung von Haiku zu beschleunigen, möchte Haiku Inc. in Zukunft versuchen öfters mal einen Entwickler für einige Wochen Vollzeitarbeit anzuheuern. Dies bietet die Möglichkeit, sich für einige Zeit fest auf ein bestimmtes Gebiet zu konzentrieren, da man nicht auf die wenigen Stunden täglich beschränkt wird, die einem seine berufliche Arbeit lässt.
Der erste Teilnehmer an diesem Programm ist Stephan Aßmus, der für 160 Stunden an Haiku arbeiten wird.
Er hat schon in den letzten Wochen am WebKit Port und dem darauf aufsetzenden Browserprojekt "HaikuLauncher" (beides Baustellen von Ryan Leavengood und Maxime Simon) gearbeitet. Seine Auftragsarbeit wird sich ebenfalls auf dieses Gebiet konzentrieren.
Natürlich kann das durch Spenden finanzierte Programm keine marktüblichen Preise zahlen. Es versucht nur die Ausfälle ein wenig auszugleichen, um die sonst nicht für die Haiku-Entwicklung verfügbare Zeit zu kaufen.
Damit auch in Zukunft Entwickler an diesem Programm teilnehmen können, bedarf es in erster Linie Spenden. Neben Einmalspenden, findet sich auf Haikus Spendenseite auch die Möglichkeit zu kleinen monatlichen Spenden.
Wer selber gern an diesem Programm mitmachen möchte sollte sich mit seinem Angebot an info@haiku-os.org oder haiku-inc@freelists.org wenden. Wichtig dabei:
- Länge der Auftragsarbeit
- Stundensatz in US-Dollar
- genaue Beschreibung des Projekts
Einzige Einschränkung für Bewerber: Man muss bereits Schreibzugriff auf Haikus SVN Repository besitzen. Dadurch ist sichergestellt, dass es sich um einen Entwickler handelt, der mit Haiku und seiner Entwicklerstruktur vertraut ist und die Zeit optimal genutzt werden kann.
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Verfasst von Humdinger am Mi, 20.01.2010 - 10:02
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Wer sich sein Haiku nicht selbst direkt aus dem Sourcecode baut und statt dessen auf die praktischen Nightly Builds zurückgreift, hat ein kleines Problem. Im Gegensatz zur Haiku Alpha Release ist Haiku in diesen Test-Revisionen im spartanischen Rohzustand, d.h. keinerlei Zusatzsoftware für die tägliche Arbeit. Das heißt, es fehlt auch der BeZillaBrowser, ohne den das Suchen und Runterladen von Software nur sehr schwer möglich ist.
Mit dem kürzlich von Matt Madia fertiggestellten Skript installoptionalpackage kann BeZilla und alle anderen Pakete aber kinderleicht nachinstalliert werden. Der Parameter "-l" listet alle verfügbaren Pakete, "-a" installiert das entsprechende Paket und evtl. Abhängigkeiten unter Berücksichtigung der verwendeten Haiku Revision und Kompilerversion.
Das Skript steht in allen aktuellen Images zur Verfügung, ist aber nur eine Zwischenlösung, bis der offizielle Paketmanager fertig ist.
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